Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung von anthronet stimmen Sie der Verwendung zu.

Geben Sie hier z.B. eine PLZ, ein Unternehmen, einen Namen, und / oder ein anderes Suchwort ein

Alle Bereiche

Eine Perspektive für Schüler/innen zwischen Schule und Berufsleben

Immer mehr junge Menschen wollen nach der Schulzeit erst einmal herausfinden, was sie wirklich bewegt – und was sie im Leben gemeinsam bewegen können. Diese Gelegenheit bietet ihnen das Freie Jugendseminar in Stuttgart ein Jahr lang.

Seminar 4 sich selbst vertrauen Schluessel Kompetenzen 1

Rund 30 junge Menschen können sich hier ohne Druck miteinander und der eigenen Individualität auseinandersetzen und sich in Themen vertiefen, die sie wirklich interessieren: Wer bin ich? Was begeistert mich? Was will ich eigentlich in Leben und Beruf erreichen?

Das Freie Jugendseminar bietet Teilnehmern zwischen 19 und 28 Jahren, die aus mehr als 20 Nationalen nach Stuttgart kommen, die Möglichkeit zur Begegnung mit Gleichaltrigen. Hier können sie ihre sozialen Fähigkeiten erweitern, kreativ Initiative zeigen und Erfahrungen für ihren Lebens- und Berufsweg sammeln.

flatterulme

Artikel von Michael Knöbel aus "Seminarbrief 7" - mit freundlicher Genehmigung des Autors 

Viele europäische Landschaften waren früher von mächtigen Ulmen (römischer Name für Rüster) geprägt. Bereits im frühen Mittelalter wurde sie bewusst als Schatten- oder Straßenbaum gepflanzt und war so bekannt und verbreitet wie die Linde. In der Hansestadt Hamburg begrünte sie zusammen mit der Linde die Wallanlagen der Stadtbefestigung. Vielen Städten gab sie auch den Namen, wie zum Beispiel Ulm oder Ilmenau.

 

von Michael Knöbel

Paedagogik 1 Abbildung 1: Skizzen und Notizen Goethes, um 1790, Goethe-und Schiller-Archiv, Weimar

 

Das Prinzip Jein

„Unentschlossenheit ist die Krankheit meiner Generation", sagt der amerikanische Jungautor Benjamin Kunkel, 33, und sieht seine Altersgenossen, gelähmt von zu vielen Möglichkeiten, im Stadium ewigen Beginnens stecken geblieben. Im gleichen Sinne wird von Psychologen ein soziales Phänomen der „Abulie" (Willenlosigkeit) konstatiert, das sowohl mit einer nachlassenden Bindung an Marken und Produkte als auch an Parteien, Lebensstile, Werte und auch an Lebenspartner einhergeht. Eine solche „Neurose der westlichen Gesellschaft" besteht in der Angst, dass einem tausend andere, wohlmöglich bessere Möglichkeiten entgehen würden, wenn man sich für eine entschiede. (1) Ähnliches scheint für die Bewerbung um Ausbildungsplätze, die dann doch nicht angetreten werden, und auch für den schnelleren Wechsel von Schulformen zu gelten. „Warum sich für zwölf Jahre festlegen...?"

 

Erinnerung

„Pillen für den Willen" brauchten wir als Kinder nicht, zumindest nicht in frühester Zeit! Während uns als Erwachsene die Überwindung oft schwer fällt, steht dem Kind eine unglaubliche Initiativkraft zur Verfügung: die unzähligen Male des Aufrichtens und erneuten Umfallens, der erste freie Stand oder gar die ersten Schritte in den freien Raum hinein.

 

Artikel von Michael Knöbel aus "Seminarbrief 10" - mit freundlicher Genehmigung des Autors

Granit3Granitischer Pegmatit

 

Härter als Granit...?

Granit 1aDie Schüler einer 9. Klasse ziehen am ersten Tag ihrer geologischen Reise in den Harz gegen Abend durch den Bergfichtenwald des Achtermanns dem Gipfel entgegen. Es hat am Tag geregnet und neben dem nassen glatten Hohlweg tauchen zwischen dem Dunkel der Bäume und Nebelschwaden die flach geschichteten Felsen der Breitesteinklippen auf. Es ist Granit, von der Verwitterung vieler Jahrtausende gezeichnet.Die moosbewachsenen schlüpfrigen Felsen wollen sofort erkundet und beklettert und müssen später dann auf Geheiß des Lehrers auch gezeichnet werden.

Artikel von Michael Knöbel aus "Seminarbrief 6" - mit freundlicher Genehmigung des Autors (Vorabveröffentlichung ohne Bilder)

abb 1Eine Besonderheit der Waldorfschule, die auch von aufmerksamen Schülern als solche empfunden wird, ist die Beschäftigung mit der goetheschen Pflanzenmetamorphose, die idealerweise in einer Botanikepoche der 12. Klasse stattfinden sollte. Wie wesentlich dieses Thema ist, zeigt sich daran, dass das zunächst kritische Verhältnis von Goethe zu Schiller sich erst durch einen Austausch über die Metamorphose der Pflanzen zu einer so fruchtbaren Beziehung entwickelt hat. Es ist natürlich bei der Fülle der Themen der modernen Naturwissenschaften fraglich, ob der Stellenwert dieser „biografischen Anekdote der deutschen Klassiker, beziehungsweise ihr Hintergrund, die Pflanzenmetamorphose, zeitgemäßer Unterrichtsstoff oder eher historischer Ballast ist Ziel der folgenden Ausführungen soll es sein, an aktuellen ökologischen Fragen die heutige Bedeutung der Metamorphose der Pflanzen aufzuzeigen und zu verdeutlichen, dass sie für jeden pädagogisch Tätigen eine Verständnishilfe sein kann.

Artikel von Michael Knöbel aus "Seminarbrief 5" - mit freundlicher Genehmigung des Autors

Die Idee, das Gehirn sei nur ein besserer Computer und ein Computer sei eigentlich eine Art Gehirn, geistert in den Medien und sicher auch in den Köpfen unserer Kinder herum. Hier soll versucht werden, mit Hilfe der vergleichenden Neuromorphologie das menschliche Gehirn etwas näher zu untersuchen und damit einige Aspekte zu dieser Frage beizusteuern, die allerdings bei der Komplexität der Thematik nur aphoristisch ausgeführt werden können.

Schueler TaichungRund um die Erde entstehen jedes Jahr neue Waldorfschulen. Von den Trägern der jungen Initiativen auf verschiedenen Kontinenten wird immer wieder der Wunsch geäußert, von der fast hundertjährigen Erfahrung der deutschen Waldorfbewegung zu lernen. So werden Lehrer und Dozenten eingeladen, in diesen Ländern bei der Entwicklung der Schulen und bei der Ausbildung der Lehrer zu helfen.