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Warum führen Waldorfschulen noch ganz selbstverständlich Klassenreisen durch? Warum leisten sie sich diesen enormen Arbeitsaufwand an Vorbereitung und die 24-Stunden-Tage der Begleiter während der Fahrten? Warum bringen die Eltern die zusätzlichen finanziellen Aufwendungen u.a. für Fahrtkosten, Ausrüstung, Kleidung auf? Worin liegen die pädagogischen Impulse für die Fahrten? Warum sind die sozialen Herausforderungen, die Grenzerlebnisse der Beteiligten so wichtig?

Bei der Frage nach dem Umgang mit Computern und Medien an der Waldorfschule erntet man oft ein tiefes Luftholen – und zum Schluss hat man dann doch keine einfache Antwort. Schnell wird deutlich, dass dieser Bereich kräftig in Bewegung ist. Wir stehen vor der Herausforderung, dass heute die Angebote der digitalen Welt selbst einem Laien oder Kleinkind in verblüffend einfacher Weise zugänglich gemacht werden. Eine besondere Ausbildung ist nicht mehr notwendig für die Bedienung von Computern und anderen Medien.

Die Waldorfpädagogik richtet sich allerdings nicht nach Machbarkeit oder der Befriedigung geweckter Bedürfnisse, sondern verfolgt den Ansatz, den Kindern altersgerecht die Welt erlebbar, begreifbar und auch in Freiheit verwandelbar zu machen.

Eltern wissen heute, dass jedes Kind für eine gesunde Entwicklung die ihm gemäßen Anregungen braucht, um weiter voranzukommen. Nicht nur die Ausbildung von in PISA-Tests nachprüfbaren Fertigkeiten gehören dazu, sondern emotionale Intelligenz ebenso wie Handlungskompetenz.
Bereits im Jahre 1907 hielt Rudolf Steiner Vorträge, in denen er die methodischen Ansätze der Anthroposophie auf die Erziehung des Kindes hin anwandte und so zu Forderungen kam, die für das damalige Schul- und Erziehungswesen revolutionär waren. Steiner geht von dem Gedanken aus, dass die Entwicklung des Menschen sich nach Leib, Seele und Geist in konkret nachvollziehbaren Stufen vollzieht.