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Der Verein "Ärzte für Individuelle Impfentscheidung e.V." ist eine gemeinnützige Organisation von Ärztinnen und Ärzten, die Schutzimpfungen grundsätzlich als einen Bestandteil ärztlicher Vorsorge ansehen.

Der Verein hat über 600 Mitglieder und setzt sich ein für das Fortbestehen einer informierten freien Impfentscheidung, ganz im Sinne der 2005 von der UNESCO formulierten und einstimmig angenommenen Forderung: „Jede präventive, diagnostische und therapeutische medizinische Intervention hat nur mit vorheriger, freier und nach Aufklärung erteilter Einwilligung der betroffenen Person auf der Grundlage angemessener Informationen zu erfolgen“. Das Recht der Eltern, nach kompetenter und ergebnisoffener Beratung eine individuelle, eigenverantwortliche Impfentscheidung zu treffen, muss auch gerade von öffentlichen Stellen und Institutionen respektiert werden.

Der Verein "Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V." weiß sich darin mit namhaften Wissenschaftlern und Impf-Experten einig:

Fehlende Wirksamkeit
Die Zahlen sind eindeutig: 97 Prozent der Eltern in Deutschland – so die offiziellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts – lassen ihre Kinder freiwillig mindestens einmal gegen Masern impfen. Diese Zahl ist seit Jahren konstant und wider-legt jede Behauptung von Impfmüdigkeit oder sinkender Impfbereitschaft. Mehr noch: Damit liegt die Durchimp-fungsrate für Masern in Deutschland deutlich und seit Jahren über der in anderen Ländern Europas, die eine Masern-impfpflicht schon seit vielen Jahren eingeführt haben (z. B. Bulgarien, Kroatien, Polen, Tschechien, Ungarn). Die Effektivität einer Impfpflicht ist damit mehr als fraglich.

Fragliche Rechtsstaatlichkeit
Auch wenn Impfungen durchaus sinnvoll sind, so stellen sie doch immer einen Eingriff in das Recht auf körperliche Unversehrtheit des Menschen dar. Dieses hohe Rechtsgut ist neben dem des elterlichen Pflegeauftrages durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ausdrücklich geschützt. Selbst der wissenschaftliche Dienst des Bun-destages sieht in einem aktuellen juristischen Gutachten keine rechtliche Grundlage für eine generelle Masern-impfpflicht in Deutschland. Anders als bei der Pflichtimpfung gegen Pocken, die Mitte der 1970er Jahre ausgesetzt wurde, stellen die Juristen die Verfassungsmäßigkeit einer Impfpflicht gegen Masern ausdrücklich in Frage.
Der Verein Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V. teilt diese Einschätzung: Es gibt in Deutschland und Mittel-europa seit vielen Jahren keine Infektionskrankheit, die so bedrohlich wäre, dass sie einen derartigen Eingriff in fundamentale Grundrechte rechtfertigen würde.


Impfpflicht eher kontraproduktiv
Eine Impfpflicht würde die Akzeptanz von Schutzimpfungen in der Bevölkerung sogar eher noch verschlechtern. Diese Einschätzung untermauern inzwischen wissenschaftliche Studien, auch weiß sich der Verein Ärzte für indivi-duelle Impfentscheidung e. V. darin mit namhaften Fachleuten einig, darunter dem derzeitigen Vorsitzenden der STIKO, Prof. Dr. Thomas Mertens, und seinem Vorgänger, Dr. Jan Leidel, sowie dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Prof. Dr. Lothar Wieler.
Angesichts dieser Tatsachen und Fakten spricht sich der Verein Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V. nach-drücklich gegen jede Form direkter oder indirekter Pflichtimpfungen gegen Masern oder andere Erkrankungen aus. Gefragt sind vielmehr Maßnahmen, die das Vertrauen der Bevölkerung in Impfungen und in die für das Impfwesen zuständigen Behörden, das in der Vergangenheit durch umstrittene Impfempfehlungen kompromittiert wurde, wiederherstellen und stärken.

 
Eine differenziertere Darstellung mit entsprechenden Literaturhinweisen findet sich unter:

Weiterführende Informationen zum Thema Impfpflicht und eine Widerlegung der Argumente:

Diskutieren Sie jetzt mit und positionieren Sie sich!

Der Verein "Ärzte für individuelle Impfentscheidung" hat am 3.4. die Petition „Deutschland braucht keine Impfpflicht!" gestartet. Er fordert darin die Bundesregierung und die Mitglieder des Deutschen Bundestages auf, jede Gesetzesinitiative zur Einführung einer Impfpflicht zu unterlassen und das Recht auf freie und individuelle Impfentscheidung anzuerkennen. Die Petition hat bisher knapp 40'000 Unterzeichner. Für ein Rederecht im Petitionsausschuss müssen bis 1. Mai 50'000 unterzeichnet haben.

Dr. med. Jost Christian Deerberg
Kinder- und Jugendarzt

Vorsitzender des Vereins "Ärzte für individuelle Impfentscheidung"

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