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Anthroposophie ist eine spirituelle Philosophie, die grundlegende Fragen des Menschseins reflektiert: unsere künstlerischen Bedürfnisse, den wissenschaftlichen Antrieb, sich zur Welt in eine klare Beziehung zu setzen und das Verlangen, ausschließlich auf der Basis des eigenen Urteils in Freiheit zu leben.

Vier Aspekte und Ebenen der Anthroposophie sind:
1. Anthroposophie als spirituelle Philosophie wurde im Wesentlichen von Rudolf Lorenz Steiner (1861-1925) am Ende des 19. und Beginn des 20 Jahrhunderts entwickelt. Sie ist aus einer Philosophie der Freiheit* geboren, die das Zentrum der Anthroposophie bildet. Mehr über Anthroposophie und Rudolf Steiner finden Sie zum Beispiel hier.
*Download des Werks als PDF

stairway2. Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der in seinem Forschungsansatz auf der europäischen idealistischen Philosophie aufbaut, deren Wurzeln wiederum in den Philosophien von Aristoteles, Plato und Thomas von Aquin liegen. Wesentlich definiert sich Anthroposophie erstens durch ihre Methode der spirituellen Forschung,  zweitens durch die Erkenntnisse, zu welchen sie führt. Aus dieser Perspektive kann Anthroposophie Geisteswissenschaft genannt werden. Als solche hat sie den Anspruch, neben einer naturwissenschaftlichen eine spirituelle wissenschaftliche Forschung zu betreiben. Sie will dies auf der Basis der idealistischen Tradition in Fortführung der historischen Bestrebungen, die zur Entwicklung einer modernen Wissenschaft geführt haben.
So ist die Anthroposophie bestrebt, eine Brücke über die Kluft zu schlagen, die seit dem Mittelalter zwischen den Wissenschaften, den Künsten und dem religiösen Leben herrscht. Sie möchte diese wesentlichen Bereiche der menschlichen Kultur in eine fruchtbare Beziehung bringen und für die Zukunft eine Basis schaffen, auf der eine Synthese von Wissenschaft, Kunst und Religion möglich wird.
Organisiert ist dieses Bestreben in der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft mit Zentrum am Goetheanum in der Schweiz. Mehr dazu hier. Zur Diskussion um einige Aspekte, welche die Beziehung zwischen Naturwissenschaft und anthroposophischer Geisteswissenschaft betreffen, finden Sie Material in englischer Sprache hier.

3. Anthroposophie als Impuls, der das Seelenleben im Individuum und in der menschlichen Gesellschaft beleben möchte, das heißt unter anderem, Respekt und Interesse für Andere auf rein menschlicher Basis zu pflegen, unabhängig von deren Herkunft oder Ansichten. Diesem Anliegen widmet sich die „Anthroposophischen Gesellschaft“, die weltweit in Arbeitszentren und Zweigen organisiert ist.


Goetheanum4. Die praktische Umsetzung der Anthroposophie in zahlreichen „Tochterorganisationen“. Am stärksten verbreitet sind die biologisch-dynamische Landwirtschaft, (D/Welt) die Waldorfschulen (D/EU/Welt) und -kindergärten (D/Welt), die heilpädagogischen Einrichtungen (D/EU/Welt)und die anthroposophische Medizin (Welt).

 

 

Von Sune Nordwall und Robert Mays WaldorfAnswers.org
mit freundlicher Genehmigung
(Übersetzung: Tom Singer-Carpenter)

 

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